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Boston / New York Tag 7 bis 10: Totale Erschöpfung

12. / 13. / 14. / 15.11.2013: Ich schreibe diese Zeilen von meinem Esstisch aus! Die gute Nachricht: Wir sind zurück von einem 10 Tage anhaltenden Abenteuer. Die schlechte Nachricht ist: Der Jetlag is back :-)

Kennt Ihr das: Man ist kaum wieder zu Hause und schon verblassen die Erinnerungen an eine wirklich tolle Reise. So ist das eben. Man schließt Dinge ab und behält die Erinnerungen irgendwann nur noch vage im Kopf. Das, was man erlebt hat, verändert einen jedoch trotzdem tiefgreifend und nachhaltig. Im Falle von Thorsten Kötzsch und mir hat sich vor allem eines für mich verändert: Aus einer freundschaftlich kollegialen Arbeitsgemeinschaft ist eine kollegiale und produktive Freundschaft geworden. Das ist wohl eines der wichtigsten Dinge, die ich für mich persönlich aus Boston und New York mitnehmen werde. Ich freue mich über einen neuen echten Freund!

Wer schonmal zusammen eine halbe Nacht an der Pennstation in New York überstanden hat und total übermüdet auf den Zug raten musste, der erst um 2.40 Uhr nach Hause fährt, und dabei immernoch Witze machen kann, weiß wie wichtig es ist, mit dem richtigen Menschen gereist zu sein. Ich kann nur Danke sagen! Toll war´s!

So nun genug Gesülze. Was haben wir konkret gemacht? Highlight der letzten Tage war sicherlich der Ausflug in eine der wohl verrücktesten und lautesten Metropolen der Welt. Wir waren in New York. Was wir uns zugemutet hatten, wurde uns allerdings erst auf dem Weg zurück nach Boston klar. Aber fangen wir ruhig von vorne an.

Nach einem ausgedehnten Shopping und Museumstag in Boston am Dienstag, klingelte am 13.11. um 4.30 Uhr der Wecker. Wir mussten einmal quer durch die Stadt an die South Station, um dort mit der Amtrack (sowas wie die Deutscha Bahn in den USA) nach New York zu reisen. Wenn man um 10.00 Uhr da sein will, muss man gegen 6.00 Uhr los. Gesagt, getan!

 Indian Summer vom Zug ausIndian Summer vom Zug aus

Aufgeregt und eigentlich schon völlig übermüdet taten wir kein Auge zu. Wir freuten uns so, auf New York, dass wir die 4,5 Stunden Bahhnfahrt einfach nicht zum Schlafen nutzen konnten. Angekommen machten wir uns zu Fuß durch die Häuserschluchten New Yorks auf zur Central Station, dem wohl berühmtesten Bahnhof der Welt. Weiter ging es bei sonnigem aber eiskaltem Wetter in Richtung Central Park. Ich war schonmal in New York gewesen und wusste was mich erwarten würde. Mein mitreisender Kollege war hingegen total hin und weg von der überwätigenden Kulisse der Stadt. Er hatte innerhalb von 2 Stunden bereits 300 Fotos gemacht. Keine schlechte Quote...

Central ParkBergsteiger Thorsten Kötzsch im Central Park

Im Central Park angekommen tankten wir erstmal ein wenig Kraft und Ruhe und schlenderten durch den riseigen Park. Dank des großartigen Wetters erkundeten wir die aus Hollywood-Filmen berühmten Sehenswürdigkeiten des Parks und machten immer wieder Stop, um die Skyline hinter den Bäumen zu fotografieren. Toll war´s! Aber so langsam taten uns bereits die Füße weh.

Thorsten im Central ParkThorsten im Central Park

Mit der Metro ging es dann vom Central Park einmal unterirdisch bis zum südlichsten Zipfel von Manhattan. Der Battery Park und das Ufer des Hudson Rivers boten einen grandiosen Blick auf die Freiheitsstatue.

FreiheitsstatueFreiheitsstatue - Dieses Bild hat wohl jeder New York Tourist

Von dort aus am westlichen Ufer Manhattans entlang zum neu gebauten und noch nicht ganz fertig gestellten World Trade Center. Schon da, waren wir beide völlig fertig. Es war allerdings erst 15.00 Uhr und wir hatten noch über 13 Stunden bis der Zug zurück nach Boston abfahren sollte.

Das neue World Trade CenterDas neue World Trade Center

Da dachten wir noch: Na das wird schon... Weiter zur Wallstreet und dort in einen der bekanntesten Pubs New Yorks erstmal was trinken und überlegen. Weil uns nach den ersten zwei Bieren die Füße immernoch weh taten, wurden daraus gleich 4 Biere. Nun war es bereits 18 Uhr. Gut, die Zeit ging langsam rum. Mit Einbruch der Dunkelheit wollten wir auf das gegenüber liegende Ufer, um von dort aus die Skyline von Manhattan bei Nacht zu fotografieren. Über die Brooklyn-Bridge laufen kam nicht in Frage. Also nahmen wir die U-Bahn. Der dortige Anblick verschlug auch mir einmal mehr den Atem. Dafür allein hatte sich der Trip nach New York bereits gelohnt. Toll!

 Manhattan bei NachtManhattan bei Nacht - Was für ein Ausblick

Mit der Fähre ging es dann wieder zurück nach Manhattan. Unser eigentliches Ziel war nun Soho. Wir wollten das bekannte Künstler- und Szeneviertel unsicher machen und etwas essen gehen. Leider hatte ich außer Acht gelassen, dass die New Yorker Metro normale Züge und sogenannte Express-Züge hat. Die Express-Züge halten nur an ausgewählten Stationen. Und in so einem Zug saßen wir. Vorbei an Soho und der Idee vom Abendessen direkt in Richtung Time Square. Auch gut, ist ja nicht die schlechteste Adresse bei Nacht! Sollte man mal gesehen haben.

Da wir nun jedoch immernoch nichts gegessen hatten und die Füße uns, durch das Sitzen in der Metro, noch mehr weh taten suchten wir in dem ganzen Troubel rund um den Time Square eine Location zum Essen. Die fanden wir auch und stärkten uns mit Burgern und Steak. Hätten wir nicht tun sollen, denn nun waren wir total am Ende.

Müde und nur eine Station von der Pennstation entfernt, von der um 2.40 Uhr am Morgen unsere Bahn fahren sollte... Die 5 Stunden kriegen wir auch hier noch rum dachten wir uns. Schauen wir doch mal, von wo unsere Bahn genau abfährt und trinken wir dann noch einen hier in der Nähe. Soho war mit nur 7 Bahnstationen zum jetzigen Zeitpunkt eine unüberwindbare Weltreise für uns.

Time Square bei NachtTime Square bei Nacht

Wer noch nicht in New York war, dem sei gesagt: Fahrt auf jeden Fall weg vom Time Square. Denn dieser ist bei Nacht total überlaufen und szenemäßig ist da so gut wie nichts los. Wenn man nicht gerade in ein Musical oder eine Show gehen möchte, sollte man seine Abende wirklich wo anders verbringen. Nachdem wir die Bahnstation wieder gefunden hatten, versackten wir dort völlig erschöpf und warteten auf die Bahn.

Durch das wenig einladende Ambiente und die wirklich seltsamen Gestalten in der Pennstation taten wir beide kaum ein Auge zu und saßen unsere Zeit dort ab. Die folgenden vier Stunden gehörten sicherlich zu den schlimmsten Urlaubserfahrungen meines Lebens. Zu müde, um die Stadt zu genießen warteten wir auf den Zug nach Boston. In dem schliefen wir dann beide fast vier Stunden durch und kamen um 8.00 Uhr morgens beinahe schon frisch und erholt in dem für uns klein und beschaulich wirkenden Boston an.

Blick vom Prudential BuildingFotos vom Prudential Building Deck

Die letzten 1,5 Tage waren dann genau richtig, um uns von Boston zu verabschieden und mit einem fulminanten Blick vom Prudential Building aus auf Wiedersehen zu sagen. Eine tolle Reise muss irgendwann auch mal zu Ende gehen.

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Boston Tag 4 bis 6: Flaggen überall Flaggen

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